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Üse Umbau im Jahr 2025 – en nöie Aafang für üses Chalet Basilik

Autorenbild: fewobasilisk
fewobasilisk
19. Sept.
7 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 21. Sept.

Unser Umbau im Jahr 2025 - ein neuer Anfang für unser Chalet Basilsk


Im September 2025 haben wir unser Projekt gestartet – ein wenig schneller, als wir es uns ursprünglich gewünscht hatten. Der Umzug meiner Schwiegereltern aus Alters- und Gesundheitsgründen kam etwas unerwartet und ging letztlich schneller über die Bühne, als wir gedacht hatten. Dabei hatten wir uns schon Monate zuvor Gedanken darüber gemacht, wie wir unsere Ferienwohnung einmal gestalten wollten.

Sollten wir uns für einen modernen, fast schon hypermodernen Stil entscheiden? Schön – aber irgendwie hätte er nicht wirklich zu unserem Chalet gepasst.

Oder doch lieber der klassische Alpenstil mit Hirschgeweihen, Filz, viel Grau und Rot-Kariertem? Auch schön, aber irgendwie nicht unseres.

Minimalistisch und klar wäre ebenfalls eine Möglichkeit gewesen.

Wir waren uns lange nicht sicher.

Eine Idee war geboren

Dann entdeckte ich eines Tages im Internet die farbenfrohe Einrichtung eines schwedischen Innenarchitekten. Alte Möbel, kräftige Farben, scheinbar wild miteinander kombiniert – und trotzdem folgte alles einem ganz klaren Konzept. Ich war sofort verliebt.

In dieses bunte Durcheinander, das eben gar kein Durcheinander war. Und plötzlich war die Idee da: Upcycling.


Warum alles neu kaufen, wenn alte Möbel Geschichten erzählen und mit ein wenig Farbe, Kreativität und handwerklichem Geschick wieder zu etwas ganz Besonderem werden können?

Damit begann eine spannende Suche nach alten Möbeln und besonderen Accessoires.

Über Monate hinweg haben wir Kleinanzeigen durchstöbert, unseren Keller auf den Kopf gestellt und Stück für Stück all das zusammengetragen, was wir in unserem Haus in Frankfurt gelagert hatten.

Und jedes Mal, wenn wir über eine Anzeige ein altes Möbelstück gefunden hatten, kamen wir ganz automatisch mit den Verkäufern ins Gespräch. Viele freuten sich riesig über die Vorstellung, dass ihr alter Tisch, ein Stuhl oder ein anderes Lieblingsstück in einer Schweizer Ferienwohnung ein neues Zuhause finden würde.

So bekamen die Stühle, der Tisch, die alte Delfter Keksdose und viele andere Dinge wieder eine Aufgabe. Und vor allem: ein neues Leben.

Natürlich sahen viele dieser Stücke anfangs nicht so aus, wie sie heute aussehen. Aber als handwerklicher Tausendsassa hatte ich große Freude daran, jedes einzelne Möbelstück aufzuarbeiten, neu zu streichen und manches sogar neu zu polstern.

Learning by doing – unser neues Motto.



Nach über 30 Jahren – Zeit für ein kleines Update

Bei allem, was wir verändert haben, war uns eines besonders wichtig: Das Chalet sollte seinen Charakter behalten.

Kein Hotel-Chic. Keine komplette Verwandlung.

Und vor allem: Holz bleibt Holz.

Wir haben deshalb vieles ganz behutsam verändert.

Den großen Holzschrank im Eingangsbereich haben wir frisch gestrichen und ins Schlafzimmer gestellt. Den Dachboden haben wir als zusätzlichen Stauraum entdeckt – und auf der anderen Seite sogar ein neues Zimmer daraus gemacht.

Die alte Ikea-Holzküche hat uns nach all den Jahren leider im Stich gelassen. Also musste irgendwann eine neue her. Wir haben uns wieder für ein Schwedenmodell entschieden.

Als hauptberufliche Köchin war mir natürlich wichtig, möglichst viel Equipment auf der gerade einmal zwei Meter langen Küchenzeile unterzubringen. Und was wäre das alte Ikea-Motto „Lebe hoch 3“ ohne die optimale Nutzung der Raumhöhe? - Ein Trittschemel war übrigens gleich mit eingeplant.

Auch das Wohnzimmer bekam ein kleines Update. Die beiden rosa Sessel und das Blumensofa mussten weichen. Irgendwann ist eben die Zeit für etwas Neues gekommen – spätestens dann, wenn die Sprungfedern anfangen, unangenehm zu werden bzw. im Popo zu zwicken.

Ein klassisch schlichtes Sofa mit Ottomanen aus einem guten Möbelhaus zog ein. Ebenso wurden das Bett im Hauptschlafzimmer, die Badezimmermöbel und einige Accessoires neu angeschafft.


Doch bei aller Veränderung sollte eines bleiben: das Gefühl, dass man hier nicht einfach in einer Ferienwohnung wohnt, sondern in einem echten Familienchalet.


Das Herzstück: unser Wohnraum

Unser Wohnraum ist für uns das absolute Herzstück. Und vielleicht liegt das auch daran, dass man von hier aus immer wieder auf das schauen kann, was diese Wohnung so besonders macht: die freie Sicht auf die wunderschöne Walliser Berglandschaft. Jeden Tag gibt es hier etwas Neues zu entdecken.

Faszinierende Wolkenformationen. Sonnige Berggipfel. Wetterwechsel, die den Himmel innerhalb weniger Minuten völlig verändern können. Dieser Ausblick braucht eigentlich keine Dekoration.

Der Raum selbst ist klein – und genau deshalb musste er viel bieten, ohne überladen zu wirken. Wir wollten eine gemütliche, hyggelige Atmosphäre schaffen, wie sie eine Wohnküche eben haben sollte.

Ein kleines Detail zu unserer Schwedenküche: Die Griffe und Knöpfe für die Küche haben wir extra anfertigen lassen. Sie greifen die Farben der Sommerblumen auf der Riederalp auf und bringen ein kleines Stück dieser Landschaft direkt in die Wohnung.

Ein Schlafzimmer mit einem Hauch Hotelgefühl

Das Schlafzimmer unter den alten Holzbalken ist zu einem gemütlichen Rückzugsort geworden.

Hier wollte ich ein wenig Hotelatmosphäre schaffen, denn das Hotel am Furka-Pass war schon immer einer meiner mystischen Lieblingsorte. Und offensichtlich bin ich damit nicht allein – täglich kommen dort zahlreiche Menschen in dieser berühmten Kehre vor dem Furka-Pass an.

Alles begann mit einem großen Bild des meist fotografiertesten Hotel der Welt.

Und aus diesem Bild entstand die Idee für das gesamte Schlafzimmer, zumindest was die Farbgebung betraf.

Große Nachttischlampen, ein bequemes, hohes Bett mit guten Matratzen und ein charmanter alter Kofferständer, den ich in einem antiken Second-Hand-Laden entdeckt habe, sorgen für eine ganz besondere Atmosphäre.

Und dann war da noch der Kleiderschrank.

Den habe ich kurzerhand in einem kräftigen Rot gestrichen.

Voilà – der Eyecatcher war perfekt.

Ein Badezimmer muss nicht neu sein, um schön zu sein

Auch im Badezimmer wollten wir nicht alles herausreißen und komplett neu machen.

Stattdessen haben wir das vorhandene Bad mit Farbe aufgefrischt und Waschbecken, Armaturen und WC erneuert.

Das helle Lindgrün, der Palazzo-Boden und die Glasduschwand erwiesen sich als eine wunderbare – und vor allem wesentlich günstigere – Lösung. Denn ein komplettes Badezimmer herauszureißen und neu aufzubauen, hätte ein kleines Vermögen gekostet.

Wir finden, dass daraus trotz der alten Fliesen ein richtiges Wohlfühlbad geworden ist. Ein Ort, an dem man sich gerne aufhält und der trotzdem allen Komfort bietet, den man auch aus einem modernen Stadthotel kennt.

Die Garderobe – oder: Warum hängt da ein Schlitten?

Die Gestaltung der Garderobe hat mir ehrlich gesagt einige Kopfschmerzen bereitet.

Denn wenn man eine Wohnung mit so vielen Eigenheiten einrichtet, kann man doch nicht einfach eine Null-Acht-Fünfzehn-Garderobe an die Wand hängen, oder?

Nach einigem Stöbern im Internet war die Idee mit dem alten Schlitten geboren.

Heute ist er eines unserer kleinen Highlights. Und tatsächlich schaut fast jeder erst einmal ungläubig an die Wand und denkt:

„Na nu?“

Genau so soll es sein.

Ein Zimmer für kleine Gäste

Auch der Balkon bekam eine kleine Veränderung. Heute laden eine Sitzbank und ein kleiner Bistrotisch dazu ein, draußen zu sitzen, die Bergluft zu genießen und einfach einmal nichts zu tun.

Und dann ist da noch unser zweites Schlafzimmer. Ich nenne es gerne das Kinderzimmer.

Vielleicht liegt das daran, dass ich mir als junges Mädchen selbst immer ein kleines Nest wie diesen Alkoven gewünscht habe.

Mit seinem freundlichen Lindgrün und Gelb, der alten Schranktür, die heute als Schreibtisch dient, und dem alten „Frankfurter Stuhl“ in knalligem Gelb könnte ich mich immer wieder in diesen Raum verlieben.

Endlich ein Zimmer für mitreisende Kinder, in dem wirklich Platz zum Spielen ist.

Ein Tisch zum Malen und Basteln. Raum zum Toben. Und abends ein gemütlicher Alkoven, in dem man mit den Eltern kuscheln und Bücher anschauen kann.

Das findet man in Ferienwohnungen gar nicht so häufig – zumindest war das unsere Erfahrung als Familie auf Reisen. Oft sind die zweiten Schlafzimmer eher kleine Kammern, in denen ein Stockbett steht und kaum noch Platz für etwas anderes bleibt.

Wir wollten es anders! - Ich glaube das ist uns auch gut gelungen.


Nach einem Jahr als „neue“ Ferienwohnung

Was schätzen unsere Gäste am meisten?

Diese Frage lesen wir uns immer wieder mit großer Freude durch – in den Bewertungsbögen, in Kommentaren in den sozialen Medien oder auch einfach dann, wenn uns Gäste erzählen, was ihnen bei uns besonders gefallen hat.

Und ich glaube, es sind gar nicht die neuen Farben, die neuen Möbel oder irgendein einzelnes Accessoire.

Es ist das Authentische.

Nicht nur unsere Wohnung ist authentisch – auch wir sind es.

Wir lieben es, uns um unsere Gäste zu kümmern, ihnen Tipps zu geben, Fragen zu beantworten und sie ein wenig so willkommen zu heißen, als würden wir sie schon lange kennen.

Natürlich gehört auch die besondere Lage dazu. Die Ruhe auf 1.950 Metern Höhe.

Keine Autos. Viel Sicherheit für Kinder. Kleine liebevolle Accessoires, die überall entdeckt werden können. Eine Küche, die tatsächlich zum Kochen einlädt.


Und dann diese besonderen Momente am Abend, wenn man mit etwas Glück Rotwild oder Gämsen auf der Lichtung unterhalb des Hauses beobachten kann.

Und schließlich das vielleicht Schönste:

Abends müde und zufrieden von der vielen frischen Bergluft ins Bett zu fallen und einfach tief und friedlich einzuschlafen.

Das Basilik ist keine perfekte Ferienwohnung

Und genau das soll es auch gar nicht sein.


Das Basilik ist kein perfektes, durchgestyltes Ferienapartment.

Es ist ein gelebtes Familienchalet. Ein Chalet in zweiter Generation.

Und genau so wollten wir es erhalten.

Auch in Erinnerung an meine Schwiegereltern, die ihre Gäste immer herzlich empfangen und sich mit viel Liebe um sie gekümmert haben.

Wir haben vieles verändert. Aber wir haben versucht, das Wesentliche zu bewahren.

Die Geschichten der alten Möbel. Die kleinen Besonderheiten. Das Holz. Die Farben. Die Aussicht. Und vor allem das Gefühl, an einem Ort angekommen zu sein, der nicht austauschbar ist.

Das Basilik ist bereit für die nächsten Jahre.

Bereit für neue Geschichten, neue Gäste und viele weitere schöne Erinnerungen.


Zum Schluss möchten wir vor allem eines sagen:

Danke.

Danke an all unsere Gäste, die im ersten Jahr nach dem Umbau bei uns waren.

Danke für eure lieben Nachrichten, eure Rückmeldungen und die vielen schönen Momente, die ihr mit uns geteilt habt.

Ihr habt dazu beigetragen, dass aus unserem Umbau nicht einfach eine renovierte Ferienwohnung geworden ist, sondern ein Ort, der wieder mit Leben gefüllt wird.

Und genau dafür haben wir das Basilik erhalten.

Damit es Menschen beherbergen kann, die dieses kleine Stück Wallis genauso zu schätzen wissen wie wir.



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